
MARTA DE AREVALO, Uruguay
XII
Ich kann schon nicht mehr umkehren
ich weiß, dass alles mir gegeben werden soll und mir genommen werden wird
ich hebe nichts auf
Ich fordere nichts
halluziniert
alleine
in unsinniger Weise
verschwinde ich zwischen dem Glanz, der kommt von meinen Knochen und meinen
verschiedenen Augen
tot
verstreut
oder (?)
laufend mit Augen eines Gespenstes.
X
Ich bin ganz in dir mit meinem spektralen Licht und
Du siehst mich nicht, weil für dich nur sichtbar ist der Hauch
von Erde, der mich umgibt, da mein Licht
blühend von Dunst nicht bis zu deiner Netzhaut gelangt
du wirst bitter an der Logik
und ich zerfalle vor Einsamkeit
und nicht wissend, was tun mit mir, die ich weder lebe
noch sterbe, zeichne Zeichen, die man Schrift nennt
und singe neue Schlüssel, die ich insgeheim gelernt habe.
Übersetzung: Konradin Grossmann
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