
Jaime de la Gracia, Kolumbien
Dein Mund schmeckt nach Schoßhündchen, nach Mamey
Nach Pfirsich, nach Mispel, nach Zuckerapfel
Nach Guajava, nach einem kleinen Kaiman, nach der Frucht des Flaschenbaums, nach
Unreifer Mango, nach Königinnenmango, nach Herzensmango,
Nach der Blüte der Pitayapflanze, nach der Frucht des Schattenbaumes
Nach dem Breiapfel, nach Kardamon,
Nach Ochsenherzapfel, nach Blume warmer Erde, nach
Wurzel kalter Erde, nach Tropfen von Regen von
Milder Erde, du ganz
Schmeckst mir nach Erde meiner Erde, weil
Du gemacht bist aus dem besten meines Staubes,
Mischung aus Schnee und Feuer, Erde und Salz, aus Wasser
Und Wüste, einer Marihuanazigarette, aus Cumbia, Vallenato,
Aus Guabina, Joropo, Spaziergang, Zote,
Bambuco und allen
Den möglichen Kombinationen dieser Rythmen mit
Anderen Rhythmen, ich verfolge deinen Geruch nach jedem Koitus
Jenen Tiergeruch, den ich unter tausend Gerüchen zu unterscheiden weiß
Anderer Frauen, ich bin nicht der Krieger,der sucht
In dir die Ruhe, ich bin der Liebhaber, der dich anstachelt zum
Endgültigen Krieg aller Kriege, gemacht nach unserem
Maß von unbesiegten Athleten, der
Geliefert wird auf Tod zwischen den Wassern, die kommen von dir und
Von mir, der einzige Krieg, der in der Lage ist, uns zu überleben,
Krieg, den du und ich verloren haben, um ihn wieder zu machen im
Wunsch, uns anzuziehen und abzustoßen
Dem Nachmittag fehlt ein Haltepunkt
Ich bin aus meinem Haus gegangen
Und dem Nachmittag fehlte ein Punkt
Und ich bin spät zu den Verabredungen gekommen,
Die mir die Liebe vorgegeben hat
Und das hat mich gerettet.
/ Im Meer die Verluste
Zählt man in Tonnen /
Übersetzung: Konradin Grossmann
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