
SILVIA MAZAR, Argentina
Gedichte
Ich suche Gott in der leeren Dämmerung
In jenem Hohlraum, der mich in assymetrische Teile teilt
Die Luft, welche die Angst in Hals verwandelt, mit den Händen greifend
Wartend auf den Fluß, der die erwünschten Augen bringen wird
Ich suche Gott im monotonen Wasser, das fällt
In jenem Tropfen, der vage die Nacht streift
Mit dem Mund, der die Verabredung nicht einhielt
Und warte mit Geduld der Penelope
Auf die Rückkehr des Schüttelfrostes, der mich erlöse.
ALLES LÜGT
Auf dem kurzen Flügel der Wespe
Im Wurf des Angelhakens
An der Wand aus überlieferten Ziegelsteinen
Alle sämtlich tätowiert
Verblödet
Durch die Lüge, welche die Seele aufrißt
rollend fällt in einer Lawine von Wendungen
was für ein Nichts,
wer nichts
was für Fische aus Farben malen mir die Zukunft
Spiegel in der Abwesenheit
Reflexe des Nichts
gelogen in Allem.
Übersetzung: Konradin Grossmann
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